Warum Kalorienzählen Nicht Klappt (Das Kühlschrankmodell)

Über Kalorien habe ich schon oft gesprochen, will dies aber heute mit neuen Infos von Dr. Jason Fung (siehe mein Artikel 5,5 Kilo in 2 Wochen) noch einmal neu erläutern.

Fangen wir an mit dem Basisdenken der Kalorienrechnerei. Hier gibt es 3 fatale Denkfehler:


  • Kalorien rein versus Kalorien raus ist der Weg zum Ziel
  • Kalorien sind der gemeinsame Nenner aller Lebensmittel (es zählen nur die Kalorien)
  • Es gibt einen konstanten Wert an ausgehenden Kalorien (Grundverbrauch) und zusätzlich ausgehende Kalorien (Sport, Arbeit, Koffein usw.)


Alle drei Thesen sind falsch. Es stimmt zwar, dass ein Körper, der massiv Nahrung bekommt, kaum abnehmen wird, und dass ein kompletter Verzicht auf Essen logischerweise zum Gewichtsverlust führt, dazwischen gibt es aber tausend Diäten und Wege der Kalorienrechnung, die bei vielen Menschen zum Scheitern führen.

Kalorien sind außerdem nicht das Maß aller Dinge. Leider teilen sich Lebensmittel immer in die 3 Makronährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate auf, und diese Nährstoffe haben komplett unterschiedliche Wirkungsweisen auf den Körper, ohne dass man einzelne von ihnen zu 100 Prozent verteufeln muss.

Auch der Grundbedarf bzw. Grundverbrauch an Kalorien kann sich ändern. Der Körper passt sich an. Pauschale Aussagen wie "ab einem Wert unter 1800 Kalorien kommt der Sparmodus" sind aber zu allgemein verfasst und können logischerweise nicht für die 20-jährige Frau mit 50 Kilogramm Gewicht und den 60-jährigen Mann mit 180 Kilo Gewicht gelten.

Das Einweg-Modell "Kalorien rein, Kalorien raus" kommt zu kurz. Hier kommt nun Dr. Jason Fung ins Spiel, der mit einem sehr anschaulichen Prinzip erklärt, wie der Körper wirklich funktioniert.


Das Kühlschrankmodell


Kalorienrechnen
Image courtesy of Ambro / freedigitalphotos.net

Die klassische Kalorienrechnung klappt nicht. Also wartet Dr. Fung mit einem Zwei-Wege-Modell auf. In seinem Artikel (leider nur auf englisch, aber mit sehr anschaulichen Bildern) erklärt er, dass man zunächst die Nährstoffe in ihrer Wirkung unterscheiden muss.

Knochenbrühe Zum Besseren Fasten

Wir bleiben beim Thema Fasten. Wie ich in letzter Zeit feststellen konnte, ist Fasten durchaus eine sinnvolle Ergänzung zur ansonsten ebenfalls gut geeigneten Low-Carb-Lebensweise.

Zeitweises Fasten, sei es über mehrere Stunden oder Tage, hilft bei der Fettverbrennung. Entscheidend dabei ist der Verzicht auf Lebensmittel, die eine Insulinreaktion hervorrufen. Insulin wird im Prinzip bei allen Nahrungsmitteln in gewissen Mengen ausgelöst, am meisten betroffen sind aber kohlenhydratreiche und -erstaunlicherweise- auch eiweißhaltige Mahlzeiten.

Wenn man die Fettverbrennung optimal laufen lassen möchte, sollte man versuchen, Zeitfenster einzurichten, in denen auch mal gar nichts gegessen wird. Damit dies leichter fällt, gibt es aber einige Tricks (neudeutsch: Hacks), mit denen man dieses Fasten simulieren kann, ohne einen komplett leeren Magen zu haben. Hierzu gehört die nun vorgestellte Knochenbrühe.


Knochenbrühe


Knochenbrühe

Die Idee dahinter habe ich, wie auch andere Ideen in letzter Zeit, von Dr. Jason Fung übernommen, der eine Bone Broth, also eine Knochenbrühe, als Quasi-Mahlzeit während des Fastens empfiehlt.

Revolution: 5,5 Kilo In 2 Wochen Mit Fasten!

Mein Wissen über Diäten und Abnehmen ändert sich mal wieder komplett seit einigen Wochen. Es gibt diese Augenblicke im Leben, in denen plötzlich jegliche angesammelte Kenntnisse über den Haufen geworfen, auf den Kopf gestellt und neu überdacht werden müssen. Beispiele gefällig? Kennt bestimmt so mancher:
  • Kalorien sind alles - Was geht raus, was geht rein?!
  • Ach Moment, Fett ist der Bösewicht. Da sind ja die meisten Kalorien drin und "Fett macht fett"!
  • Stop! Kohlenhydrate sind schlimm! Die stoppen die Fettverbrennung und machen Heißhunger!
  • Fett ist jetzt plötzlich wieder gut!
  • Aber Eiweiß braucht man ja auch ganz viel. So viel wie möglich!
  • Kalorien zählen nicht, weil die Nährstoffe unterschiedlich verwertet werden
  • Moment, Kohlenhydrate sind nicht immer schlimm... sonst klappt das mit der Schilddrüse irgendwann nicht mehr so gut...
  • Achtung: Zu viel Eiweiß hat auch Nachteile, sogar beim Abnehmen!
Und so weiter. Im Prinzip rotiert man spiralförmig um dieses Thema herum wie ein Saugroboter. Es geht immer um die drei Makronährstoffe Fette, Kohlenhydrate und Proteine, und natürlich um die leidigen Kalorien und die Frage, ob sie überhaupt relevant sind.

Jetzt hat sich mein Weltbild erneut auf den Kopf gestellt.


Fasten als effektivste Abnehmmethode?


Fasten
Fasten ist mega-effektiv!

Fasten war mir schon länger bekannt, vor allem Intermittierendes Fasten, was hauptsächlich im Rahmen von 24 Stunden oder weniger (16 Stunden, 8 Stunden etc.) abläuft. Meine bisherige Meinung dazu: Ein netter kleiner Boost beim Abnehmen, aber nichts, was man übertreiben sollte, weil sonst der Stoffwechsel einschläft und sich gegebenenfalls auch noch die Muskelmasse verabschiedet.

Geheimwaffe Erdnuss

Mit Anfang 20 habe ich das erste Mal radikal abgenommen und dabei instinktiv Erdnüsse benutzt.Ein Arzt fragte mich damals schon: "Warum denn Erdnüsse? Ich dachte, die hätten so viel Fett". Der Großteil der Bevölkerung wird wohl heute immer noch so denken.

Früher wusste ich nur, dass Erdnüsse durch ihr Fett satt machen und den Magen füllen. Inzwischen sind einige Gründe hinzu gekommen, und man lernt ja ständig dazu, so dass ich auch neulich wieder gestaunt habe. Hier die Erklärung, warum Erdnüsse eben doch immer besser werden, als wir sie uns vorstellen.

Warum Erdnüsse unterschätzt werden


Erdnüsse gesund
Erdnüsse werden unterschätzt
Weshalb ist die Erdnuss eine Geheimwaffe unter den Nahrungsmitteln?

Öfters Mal Fastentage Einlegen!

Viele Erkenntnisse ergeben sich erst allmählich im Laufe der Jahre, wenn man sich mit Ernährung beschäftigt. Das sind Dinge wie "1000 Kalorien sind nicht immer 1000 Kalorien, es kommt auf die Zusammensetzung an". Beim Fasten ist es so ähnlich. Es ist eben nicht dasselbe, ob ich an Tag 1 genau 0 Kalorien zu mir nehme und an Tag 2 6000 Kalorien, und das vergleiche mit zwei Tagen zu je 3000 Kalorien.

Es gibt Körperfunktionen, die sich nicht mathematisch berechnen lassen. Im Körper laufen viele Dinge ab, hormonelle Vorgänge unter anderem, und die steigern zum Beispiel auch den Fettabbau jenseits jeder Mathematik.

Bei mir rückt inzwischen das Fasten wieder in den Fokus. Fasten ist mehr als nur Nahrungsverzicht, um ein paar Kalorien zu sparen. Es geht um mehr als eine Zahl an Kalorien, die man sich weg hungert. Dahinter steckt deutlich mehr.

Aber selbst, wenn man die Idee von den Kalorien nicht ganz zurück lassen möchte, lohnen sich Fastentage. Hier deshalb ein paar Gedanken dazu.


Warum man öfters mal fasten sollte


image courtesy of patrisyu / freedigitalphotos.net

Es gibt verschiedene Formen des Fastens, und auch stundenweises Fasten kann sinnvoll sein. Ich will aber heute mal über tageweises Fasten sprechen, auch wenn das für viele Menschen ein knallharter Schritt ist.
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