Täglicher Kalorienbedarf - Die Wahrheit!

Dieser Post richtet sich an alle, die ihren Bedarf an Kalorien berechnen wollen, um abzunehmen. Leider werden, besonders in den Medien, immer wieder Märchen oder Halbwahrheiten erzählt.

Besonders in einem Punkt sind Frauenmagazine und allgemeine Webseiten wie T-online.de oder Web.de typisch deutsch: Genau wie beim Sparbuch, dem typisch deutschen Renditekiller, wird nach dem Motto gehandelt: Schön brav die sichere Alternative wählen und schuften.

Denn mit dem Kalorienzählen ist es wie mit dem Sparbuch: Man nimmt etwas, was sehr beliebt ist, ohne großes Risiko, und gibt sich damit zufrieden, schwache bis mittelmäßige Ergebnisse zu erzielen, ohne jemals über den Tellerrand schauen zu müssen.

Doch damit ist jetzt Schluss! Ich habe nämlich etwas zu dem Herumrechnen zu erzählen:


Eine Wahrheit und ein Märchen über Kalorien


Image courtesy of Apolonia / freedigitalphotos.net


Die Wahrheit: Die grundlegende Rechnung stimmt. Wenn man mehr Kalorien zu sich nimmt, als man verbraucht, dann wird man dick. Und wenn man weniger Kalorien zu sich nimmt, als man verbraucht, oder wenn man einfach mehr davon verbraucht (durch Sport), dann verliert man an Gewicht. Das ist "täglicher Kalorienbedarf" zusammengefasst.

Jetzt zu dem Märchen. Oder besser gesagt, zum Problem: Woher weiß ich denn überhaupt, wie sich das mit den Kalorien berechnet?

Die Sache ist nämlich die: Kalorie ist eine Maßeinheit. So wie zum Beispiel Kilogramm beim menschlichen Körpergewicht. Und genau da liegt der Punkt: Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett werden über einen Kamm geschoren, obwohl sie grundlegend verschieden sind. Was sagen die Kalorienzähler? Ach, alles dasselbe. Einfach auf die Kalorien achten.

Jetzt denken wir uns mal ein ganz konkretes Beispiel aus, um zu verdeutlichen, warum das Schwachsinn ist. Wir gehen zurück zum Menschen, den wir ja in Kilogramm messen. Ein Mensch besteht aus verschiedenen Stoffen, darunter auch neben vielen anderen Sachen Fett (Körperfett) und Eiweiß (die Muskeln). Fällt etwas auf? Ja klar, das ist ja genau wie bei den Kalorien. Es kommt drauf an, was drin steckt.

Und jetzt ganz klar auf den Punkt gebracht. Beispiel: Arnold Schwarzenegger. Ein wuchtiger Kerl zu seiner besten Zeit. Hätte irgendjemand es gewagt, ihn als übergewichtig oder "fett" zu bezeichnen, weil er auf der Waage nunmal sehr schwer ist, in Kilogramm? Natürlich nicht! Warum also soll man Nahrungsmittel genau so bewerten?

Denn das machen ja alle! Streng genommen müsste man daher als Kalorienzähler folgende Taktik benutzen, wie ich hier beispielhaft erklären möchte:

Auf dem Tisch stehen zwei Mahlzeiten:

1. Eine große Schüssel Salat, bunt und lecker, mit Olivenöl, Nüssen und Käse angereichert. Kcal: 500.

2. Ein paar leckere Schokokekse mit Zuckerguss. Unwiderstehlich. Kcal: 500.

Als strikte Verfechter des Prinzips "Täglicher Kalorienbedarf" müssen wir sagen: Die Kekse sind einfach leckerer. Also zugreifen.

Jetzt mag man natürlich sagen: Was soll das? Das weiß doch jedes Kind, dass Salat gesünder ist. Aber wir sollten nicht abschweifen. Wer Kalorien zählt, der ignoriert alles andere. Das mag beim Salat und den Keksen noch seltsam anmuten. Wenn es dann aber um Fruchtsaft (Zucker), Nüsse (Fett) und Fleisch (Eiweiß) geht, dann verschwimmen die Grenzen irgendwann. Dann denkt man: Mensch, Fruchtsaft ist doch gesund. Und die Nüsse... keine Chance, so viel Fett und so viele Kalorien. Aber genau da werden wir dann hinters Licht geführt!


Warum wir Zucker, Eiweiß und Fette differenzieren müssen



Wenn man auf die Waage steigt, will man auch wissen, ob man wegen der Muskeln so schwer ist, oder wegen dem Schwabbelbauch. Bei Kalorien muss man genauso denken. Eine Nuss hat viele Kalorien, weil sie viel Fett hat. Das Fett ist aber nicht so schlimm. Schlimmer ist der Zucker. Er lässt den Blutzuckerspiegel hoch und runter gehen, sorgt auf lange Sicht für Diabetes, hat - im Gegensatz zum Fett der Nuss - nichts zu bieten, was uns helfen würde, und noch schlimmer: Zucker verhindert Fettverbrennung.

Darum mein Appell: Wir müssen Kalorien vergessen. Sie werden, je nach Nährstoff, komplett anders gebraucht. Bei Eiweiß (Protein) zum Beispiel wird nichts zu Fett umgewandelt. Das Protein ist ein Baustein für Muskeln, Immunsystem und Enzyme. Das schlägt sich nicht im Hüftgold wieder.

Zucker und Fett darf man auch nicht gleichstellen. Fett stört den Blutzuckerspiegel nicht, und Omega 3 ist ja auch sehr gesund. Zucker... naja, ich habe es ja schon angedeutet. Wer die Kekse statt den Salat isst, weiß nach spätestens einer Stunde bescheid.

Übrigens: Wer sich das noch einmal genau erklären lassen möchte, und zwar von einem Arzt und wirklichen Experten für Diäten, der möge diesen netten kurzen Artikel lesen: Kalorien sind out!


Was tun anstatt Kalorien zu zählen?



Den Kalorienbedarf auf täglicher Basis kann man getrost vergessen. Es gibt keinen Grund, sich Sorgen zu machen: Energiesparmodus, "zu wenig essen" oder sonstige Probleme treten nicht auf, wenn die Qualität des Essens richtig ist. Das bedeutet: Wissen, was man konkret zu sich nimmt.

Die Lösung beim Abnehmen: Eine kohlenhydratreduzierte Diät, auf englisch "Low Carb Diet" genannt. Man nimmt ordentlich Eiweiß zu sich, lässt die ganz bösen Zuckerbomben weg (darunter fallen auch Nudeln und Brot) und lässt den Körper die Arbeit machen, während man auf dem Sofa sitzt. Es kann doch so einfach sein. Hier Die Anleitung.

Kommentare:

  1. Ja, auch ich bin der Meinung, dass das "reine" Kalorien zählen nicht immer erfolgsbringend ist. Jedoch ist das Zählen ein Instrument, welches definitiv hilft Gewicht zu minmieren oder es zu halten. In Kombination mit einer Low Carb Diät ist es einer der besten Wege Gewicht zu verlieren. Zumindest manage ich mit diesem System ein Konstantes Gewicht! :-)
    Oli

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    1. Hallo Oli,

      stimmt auch wieder. Ganz abschreiben würde ich Kalorien ebenfalls nicht. Gerade bei der Nulldiät ist das ja ein häufiger Fehler, weil der Körper dann durch geringe Kalorienzufuhr dicht macht.

      Auf jeden Fall jedoch kann es beim Kalorienzählen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen, da ja eine beliebige Summe an Kalorien mal aus Salat und mal aus Schokolade kommen kann, nur so als etwas extremes Beispiel.

      In Kombination mit einer Diät, so wie von dir beschrieben, passt es dann aber wieder, weil man eben gerade weiß, woraus sich die Kalorien zusammensetzen. Damit schließt sich dann der Kreis :)

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  2. Lieber bleibe ich übergewichtig, als auf Brot und Nudeln generell zu verzichten.

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    1. Es gibt auch leckere Brot- und Nudelsorten im Bereich low carb.

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  3. Hallo Michael, durch Zufall habe ich diesen Artikel gelesen. Leider stimmt er nicht. Der Körper kann sehr wohl Eiweiß zu Fett umwandeln. Der menschliche Körper kann "jedes Lebensmittel umbauen zu dem was er benötigt". Jedes in Anführungszeichen, natürlich kann der Körper aus einem Schluck Wasser keinen Muskel formen ;) Die Low-Carb-Mode wird irgendwann leider in Form von Nierenschäden auf die Leute zurück fallen. Mein Vorschlag wäre eine gemäßigte Low-Carb-Diät, die ledi glich Zucker eliminiert und dazu ausreichend richtiger Sport, z.B. Kraftsport. Leider ist den meisten Menschen die Bequemlichkeit im Weg. Low-Carb funktioniert ausschließlich wegen der Ketose, schlank ja, gesund ist anders.

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    1. Hallo,

      nach dem, was ich gelesen habe, ist die Umwandlung von Eiweiß in nutzbare Energie jedoch höchst aufwändig, auch die Umwandlung in Fettsäuren, die möglich ist, ist kalorisch gesehen anders, als wenn man direkt Zucker zuführen würde.

      Ich weiß von Menschen, die 200 Gramm Eiweiß pro Tag essen, ich mache das auch phasenweise, und ich glaube nicht, dass Nierenschäden automatisch sind. Dr. Strunz schreibt ebenfalls, dass das nicht der Fall ist, solange man genug Wasser zu sich nimmt.

      Natürlich sollte man sich gemäßigt ernähren, wobei es fließende Übergänge gibt zwischen ungesunder, gemäßigter, gesunder und übertriebener Perfektion.

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  4. Völliger schwachsinn.
    Ein Forscher hat bewießen, das alleine die kalorien zählen.
    Er ernährte sich wochenlang von Oreo´s (keckse) und Burito´s.
    Das alles mit einem Defizit von 700 kcal am Tag. siehe da, er hat abgenommen.
    Eine "low-carb diät" würde ich niemals einschlagen. Erstens bekommt man schlechte Laune und zweitens ist die Gefahr auf fressattacken viel höher.
    Lieber Kalorien zählen und dafür auch mal schlämmen dürfen.

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