Körperfettwaage: Volle Kontrolle Beim Abnehmen!

Man möchte schnell abnehmen, weiß aber nicht, warum das Gewicht beim Wiegen ständig schwankt. Eine Körperfettwaage ist da aus meiner Sicht ein absolutes Muss!

Viele von uns kennen nämlich den berühmten Satz:

"Wenn du neu anfängst, Sport zu machen, dann nimmst du erst einmal zu, denn Muskeln sind schwerer als Fett".

Dieser Satz stimmt zwar, wenn tatsächlich Muskeln stark anwachsen, aber berechtigterweise haben Übergewichtige oft Zweifel daran, ob sie tatsächlich Muskelmasse aufbauen oder ihre Diät einfach nicht funktioniert.

Darüber hinaus nagen diese Zweifel sehr am Selbstbewusstsein. Man fragt sich, ob sich die Mühe überhaupt lohnt. Man grübelt und grübelt. Doch es gibt nur eine Lösung: Messen!

Deshalb gibt es heute auf meinem Blog Tipps zur Körperfettwaage: Worauf man achten muss, was da überhaupt passiert, und wie man eine Waage kaufen kann, die gute Resultate liefert.


Was macht die Körperfettwaage und warum ist sie so wichtig?


Körperfettwaage
Image courtesy of Akarakingdoms / freedigitalphotos.net

Eine solche Waage misst beim Benutzer jeweils bestimmte Werte, die ich hier einmal aufzeige und erkläre:

  • Gewicht: Logisch. Wie viel der Mensch in Kilogramm wiegt.
  • Körperfett: Der prozentuale Anteil an Fett im Körper. Sehr wichtig, denn dieser Wert soll sinken.
  • Wasser: Der Mensch besteht zu einem Großteil aus Wasser. Auch dieser Wert kann hilfreich sein, denn er sagt etwas darüber aus, wie viele Wassereinlagerungen es im Körper gibt. Anhand dieses Wertes kann man auch die kritischen Stimmen zum Schweigen bringen, die behaupten, man würde bei der gewählten Diät sowieso nur Wasser verlieren.
  • Muskeln: Sagt aus, wie viel Muskelmasse der Körper prozentual besitzt. Ein gesunder, perfekt gewichteter Mann hat 40 bis 50 Prozent. Ein stark Übergewichtiger entsprechend weniger, weil das Fett viel Anteil am Körper hat. Je mehr Muskeln, desto mehr Potenzial an Fettverbrennung.
  • Kalorien: Nicht jede Körperfettwaage misst diesen Wert, er ist aber auch nicht besonders wichtig. Er sagt aus, was der Grundumsatz des Betroffenen ist.
  • Knochen: Ein statischer Wert, ändert sich eigentlich über Jahre hinweg nie. Dennoch recht beeindruckend, wenn man herausfindet, dass man von einem Knochengerüst getragen wird, welches in der Summe nur 3,1 Kilo schwer ist!

Wenn ich diese Werte kenne, dann weiß ich Bescheid. Aha: Ich habe Fett verloren. Aha: Ich habe tatsächlich Muskeln aufgebaut und wiege deswegen nicht weniger. Oder eben: Aha: Meine Diät ist totaler Mist (mein Blog hilft dann gerne weiter).


Und wie wird nun überhaupt gemessen?



Das Funktionsprinzip einer Körperfettwaage ist denkbar einfach. Das Gerät verfügt über Kontaktpunkte am Metall. Man stellt sich direkt darauf und ein sehr schwacher Stromfluss misst nun die Werte. Keine Angst, man merkt davon überhaupt nichts. Nicht mal ein Kribbeln. Das ist nicht gefährlich (wobei die Hersteller aus rechtlichen Gründen dazu verpflichtet sind, Personen mit Herzschrittmachern zu warnen).

Man muss sich die Funktionsweise so vorstellen, dass nun die Gewebetypen (Fett, Muskeln, Wasser) quasi nach ihrer Konsistenz von der Körperfettwaage gescannt werden. Also wie bei einem Sonar-Impuls, wie sie ihn Delfine oder U-Boote benutzen. Fett ist dann etwas schwabbeliger, Muskeln fester und Knochen sind hart und kompakt.

Nun analysiert die Körperfettwaage die Daten und liefert dem Nutzer die Ergebnisse der Reihe nach. Empfehlenswert ist es, sich eine Tabelle zu machen und einmal pro Woche (häufiger wäre nicht sinnvoll) Buch zu führen.


Was ist mit der Genauigkeit der Messung?



Um ganz ehrlich zu sein: Die Ergebnisse der Körperfettwaage können variieren. Von einer Waage, die zwischen 20 und 40 Euro kostet, darf man leider keine Wunder erwarten. Eventuell liefern teurere Waagen bessere Ergebnisse (ich weise später noch darauf hin). Insgesamt muss man selbst entscheiden, was man von den einzelnen Produkten hält. Sie sind in der Regel nicht so genau wie die Messgeräte an Universitäten. Aber man kann in jedem Fall feststellen, wie sich der eigene Körperfettanteil über mehrere Wochen hinweg entwickelt.

Hier ein Beispiel: Am 19. Januar 2014 wog ich 85,2 Kilo, hatte einen Körperfettanteil von 24,4% und einen Muskelanteil von 37,5%. Am 18.05.2014 wog ich 72,1 Kilo, mein Körperfettanteil betrug 20,5% und meine Muskelmasse 39,4%.

Ich kann jetzt diese Daten der Körperfettwaage auswerten. Hier das Rechenbeispiel. Ich errechne zunächst, wie viel Kilo Fett ich im Januar mit mir herumschleppte:

85,2 / 100 * 24,4 = 20,79 (gerundet)

Also trug ich fast 21 Kilo Fett mit mir herum. Nun schauen wir mal auf den Mai:

72,1 / 100 * 20,5 = 14,78

Nur noch 14,78 Kilo. Macht einen Verlust von ziemlich exakt 6 Kilo reinem Fett.

So gesehen ist die Genauigkeit der Körperfettwaage gar nicht so wichtig. Wichtiger ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Denn unabhängig davon, wie genau die Waage misst, so stellt sie doch den Verlauf realistisch dar.


Welche ist die beste Körperfettwaage?



Oder anders gesagt: Was muss man beim Kaufen beachten?

Die Antwort lässt sich pauschal nicht beantworten. Hier aber ein paar Hinweise:


  • Wer beim Discounter in der Innenstadt eine Körperfettwaage einkauft, bekommt irgendetwas, ohne zu wissen, ob andere Kunden das Produkt weiterempfohlen hätten oder es für Schrott halten. Manchmal sind diese Geräte nicht zuverlässig.
  • Ob eine Waage in irgendeinem Test zum Testsieger erklärt wurde, ist weniger wichtig als die Meinung der Benutzer, die sie gekauft und selbst getestet haben.
  • Eine solide funktionierende Waage muss nicht teuer sein - jedoch kann es sein, dass eine um 20 Euro teurere Waage etwas zuverlässiger ist oder mehr Möglichkeiten bietet.
  • Man sollte sich wenigstens einige Bewertungen im Internet durchlesen und dann selbstständig eine Entscheidung treffen.


Mein abschließender Tipp: Selber entscheiden, welche Körperfettwaage es sein soll. Ein guter Anhaltspunkt könnte übrigens dieser hier sein: Körperfettwaagen bei Amazon vergleichen.

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